Geschichte Nach der Ausweisung der mittelalterlichen Judengemeinde 1507 bildete sich in Nördlingen erst 1870 eine neue jüdische Gemeinde. Ihren Friedhof legte sie vermutlich 1877 vor dem Berger Tor an. Heute befinden sich hier etwa 200 Grabdenkmäler. Der Friedhof wurde während der NS-Zeit geschändet; einzelne Grabsteine, sowie Steine der Umfassungsmauer wurden 1944 als Baumaterial zweckentfremdet. Die Gemeinde endete 1942 durch Austreibung und Deportation. Die letzte Beisetzung fand 1986 statt (Samuel Levite).
Publikationen Michael Trüger, Der jüdische Friedhof in Nördlingen, in: Der Landesverband der Israelitischen Kultusgemeinden in Bayern, Jg. 11, Nr. 72 vom März 1997, S. 19f.
Bernd Vollmar, Denkmäler in Bayern, Stadt Nördlingen, München 1998, S. 222.