Geschichte Nach mehrfachen Hinweisen auf jüdische Einwohner in Harburg am Ende des Mittelalters wurden Juden dort erst wieder in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts von den Grafen zu Oettingen-Oettingen angesiedelt. Der jüdische Friedhof entstand 1671. Heute finden sich dort keine Grabsteine mehr aus dem 17. und 18. Jahrhundert.
1811 waren 25 Prozent der Harburger jüdisch. 1939 wurde die jüdische Gemeinde durch Wegzug und Vertreibung aufgelöst. Das letzte Begräbnis fand 1938 statt (Julius Nebel).
Publikationen Reinhard Jakob, Die jüdische Gemeinde von Harburg (1671-1871), Nördlingen 1988.
Michael Trüger, Der jüdische Friedhof in Harburg, in: Der Landesverband der Israelitischen Kultusgemeinden in Bayern, Jg.10, Nr. 68 vom Dezember 1995, S. 16.