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Historische Synagogenorte in Bayerisch-Schwaben

Harburg

Geschichte
Bereits im Mittelalter existierte in Harburg eine jüdische Gemeinde. Sie wurde bei dem Pestpogrom von 1349 ausgelöscht. In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts gestattete Graf Albrecht Ernst I. aus der Linie Oettingen-Oettingen fünf jüdische Familien, die aus dem Herzogtum Pfalz-Neuburg vertrieben worden waren, die Ansiedlung in Harburg. 1671 wurde der jüdische Friedhof am Hühnerberg angelegt. Aus dem 17. und 18. Jahrhundert sind keine Grabsteine erhalten geblieben. 1695 erhielten die Harburger Juden die Erlaubnis, eine Synagoge zu errichten. Die Holz-Synagoge von 1720/21 wurde 1754 durch einen stattlichen Neubau aus Stein ersetzt. Mit Erlangen der Freizügigkeit 1861 zogen viele Harburger Juden in größere Städte, so dass es 1936 zur Auflösung der jüdischen Gemeinde kam. Das letzte Begräbnis auf dem jüdischen Friedhof fand 1938 statt.

Spuren jüdischen Lebens
> Jüdischer Friedhof, Am Hühnerberg, 86655 Harburg
> ehemalige Synagoge, heute Wohnhaus, Egelseestraße 8
> ehemaliges jüdisches Wohn- und Schulhaus, heute Wohnhaus, Egelseestraße 15
> Mikwe in einer ehemaligen Schreinerei, Egelseestraße 4

Kontakt
Stadt Harburg
Amt für Tourismus
Tel.: 09080-969924

Besichtigung, Führung
> Nach Vereinbarung über Stadt Harburg möglich
> Jüdischer Friedhof:
   Anmeldung und Vereinbarung von Führungen unter Tel.: 09080-559 (Herr Friedrich Thum)

 

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Landesstelle für die nichtstaatlichen Mussen in Bayern
Bayerische Sparkassenstiftung