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Historische Synagogenorte in Bayerisch-Schwaben

Altenstadt

Geschichte
Die jüdische Geschichte der heutigen Marktgemeinde Altenstadt reicht bis in das 17. Jahrhundert zurück.
Unter der toleranten Herrschaft des Grafen Maximilian von Limburg-Styrum erhielten die in Altenstadt aufgenommenen Juden 1719 einen eigenen Begräbnisplatz und das Recht, eine Synagoge zu errichten. Die zweigeschossige Holzsynagoge von 1725 wurde 1802/03 durch einen repräsentativen Neubau ersetzt. In den Jahren 1785 und 1867 wurde der jüdische Friedhof erweitert und 1928 mit einer Betonmauer umgeben.
1834 zählte die jüdische Gemeinde von Altenstadt über 400 Mitglieder, die Landflucht dezimierte ihre Zahl bis zum ersten Drittel des 20. Jahrhunderts jedoch kontinuierlich. Von den 50 Juden, die 1933 noch in Altenstadt lebten, wurde die Hälfte 1942 von den Nationalsozialisten deportiert und ermordet.
Die Synagoge von Altenstadt wurde während des Novemberpogroms 1938 beschädigt und 1955 abgebrochen.
1942 fand mit der Beerdigung von Klara Wassermann das letzte Begräbnis auf dem jüdischen Friedhof in Altenstadt statt.

Spuren jüdischen Lebens
> Jüdischer Friedhof, Illereichen, Obere Illereicher Straße, 89281 Altenstadt
> Gedenktafel und Erinnerungsstelen am Standort der ehemaligen Synagoge, Memminger Straße 47
> ehemalige jüdische Schule, Memminger Straße 49
> Infotafel zur Erinnerung an den jüdischen Lehrer Hermann Rose (1870-1936), Hermann-Rose-Platz
> Ausstellungsvitrine zur jüdischen Geschichte von Altenstadt im Rathaus, Hindenburgstraße 1
> Ein Ortsplan mit Häusergeschichten steht hier zum Download bereit

Kontakt
Verwaltungsgemeinschaft Altenstadt
Tel.: 08337-7210

Besichtigung, Führung
Nach Vereinbarung über die Verwaltungsgemeinschaft Altenstadt

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Landesstelle für die nichtstaatlichen Mussen in Bayern
Bayerische Sparkassenstiftung